Audiovisionen:

fünf Welturaufführungen und vier deutschen Erstaufführungen machen Köln Anfang Oktober zum Zentrum elektroakustischer Musik

Hören – Sehen – Fühlen – Verstehen

Dank aufwändiger internationaler Kooperation ist es dem Kulturwissenschaftlichen Forschungskolleg gelungen, der elektro-akustischen Musik eine einmalige Veranstaltung zu widmen: Konferenz, Konzertreihe und interaktive Ausstellung laden Experten wie Laien zur Erforschung dieses faszinierenden Kunstzweiges ein. Alle Veranstaltungen finden in der Universität zu Köln statt, sind frei und kostenlos zugänglich.

Hören
Elektroakustische Musik findet sich zwar nicht in den Charts, allerdings steht sie am Beginn eines anhaltenden Trends: die sogenannte “Musique concrète” markiert den Anfang des Soundsampling und des Sounddesigns wie u.a. von Didos Musik bekannt. In der Universitätsaula begegnen Ihnen in der Konzertreihe “Audiovisionen 2004″ am 7., 8. und 9. Oktober 04 jedoch keine Musiker, sondern das nicht minder eindrucksvolle ‘80-köpfige’ Lautsprecherorchester ‘Acousmonium’. Die etwa 80 Lautsprecher bilden ein Sourround-Sound-System unbekannter Dimensionen und heben so den Zuhörer ins Zentrum des Klangs. Drei Musiker-Generationen aus der ganzen Welt präsentieren an drei Abenden ihre Werke. Bei den meisten Stücken handelt es sich um Welt- oder Deutschland-premieren. Neben jungen ‘Stars’ der elektroakustischen Musik ist u.a. auch François Bayle – der Erfinder des Acousmoniums – zu hören.
Zum Programm

Sehen
Aus Amsterdam und Aachen haben wir Ausstellungsstücke zum Thema ‘Audiovisionen’ für Sie in der Galerie der Universität zu Köln zusammengetragen. Diese sind jedoch nicht nur zu sehen, sondern auch zu:

Fühlen
‘Touch’ – ohne Tastsinn kein Musizieren, so die These der Künstler vom Studio voor Electroinstrumentrale Muziek (STEIM), Amsterdam. Das können auch die Besucher der Ausstellung erleben, deren Aktionen von Sensoren auf-genommen werden und von spezieller Software in Klänge umgewandelt werden. Wer lieber nach Höherem strebt, wird mithilfe des Ausstellungsstück ‘Personal Orchestra’ der RWTH Aachen zum Stardirigenten seines eigenen Sinfonieorchesters.
Zur Ausstellungsinformation

Verstehen
Auf dem internationalen Symposium ‘Audiovisionen 2004′ treffen sich vom 7.-9. Oktober namhafte Künstler, Wissenschaftler und Sounddesigner aus aller Welt, um in sieben Podiumsdiskussionen drei zentrale Aspekte elektro-akustischer Musik interdisziplinär zu beleuchten: Raum, Bewegung und Klang. Gibt es wirklich den ‘Musikraum’? Wie begegnen sich Mensch und Maschine in der elektronischen Musik? Was ist besser – analog oder digital, und warum? Auch das Publikum ist zum Mitdiskutieren eingeladen.